Raspberry Pi 4 – Raspbian installieren und Grundeinstellungen

Raspberry Pi 4 Raspbian installieren

Der Einstieg für viele Anwendungen ist die Installation des Betriebssystems Raspbian. Wie das auch mit dem Raspberry Pi 4 schnell und einfach funktioniert wird in diesem Blogpost beschrieben.

Der Start mit dem Raspberry Pi 4

Damit der Start auch einwandfrei funktioniert, werden neben dem Raspberry Pi auch ein Netzteil für die Stromversorgung benötigt. Hier empfiehlt es sich das originale Netzteil zu verwenden, da der aktuelle Raspberry mit anderen wohl aufgrund des neuen Micro-USB-C Abschlusses des öfteren Probleme hat.

Ebenfalls wird als “Festplatte” weiterhin, wie gewohnt, eine Micro-SD Speicherkarte benötigt. Hier verwende ich ausschließlich die Speicherkarten von SanDisk, da mich diese bisher noch nie im Stich gelassen und auch relativ schnelle Schreibgeschwindigkeiten haben. Ebenfalls wird für den Pi 4 ein aktiver Lüfter* empfohlen, da er relativ heiß werden kann. Wer möchte kann sich zusätzlich noch ein Gehäuse kaufen*. Die alten Gehäuse von den vorherigen Raspberry Pi’s passen nun leider nicht mehr.

Tipp: Wenn noch nicht vorhanden, wird wird zum Flashen des Betriebssystems außerdem noch ein Micro-USB Adapter* benötigt!

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Soweit einmal die minimalen Hardwarekonfiguration um den Raspberry Pi 4 in Betrieb nehmen zu können. Wer möchte kann sich natürlich auch gerne ein All-in-One Paket kaufen.

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Das Betriebssystem Raspbian

Wie bereits erwähnt, wird Raspbian häufig als “Start-Betriebssystem” für diverse Projekte verwendet. Auch z.B. für FHEM.

Also wird nun die Image-Datei von hier heruntergeladen: https://www.raspberrypi.org/downloads/raspbian/
Es wird für die meisten Zwecke die Version “Lite” benötigt.
Möchte man stattdessen Tastatur, Maus und Bildschirm an den Raspberry anschließen und verwenden, muss die Desktop-Version heruntergeladen werden.

raspbian buster lite download

Die Mindestversion für den Raspberry Pi 4 ist zugleich Raspbian Buster Lite. Die vorherigen Versionen sind nicht kompatibel.

Das Betriebssystem auf die Speicherkarte aufspielen

Damit der Raspberry Pi mit der soeben heruntergeladenen Datei auch etwas anfangen kann, muss diese mit dem Programm BalenaEtcher auf die Speicherkarte übertragen werden.

BalenaEtcher ist sowohl für Windows, als auch MacOS oder Linux verfügbar.

balenaetcher raspbian buster lite flash

Nun wird die heruntergeladene zip-Datei ausgewählt, ebenso wie die Speicherkarte auf die das System nun aufgespielt werden soll. Mit einem Klick auf “Flash” erledigt das Programm nun den Rest. Sobald es mit dem Flashen fertig ist, wird eine Validierung durchgeführt und die Speicherkarte ausgeworfen.

balenaetcher flashing buster lite
balenaetcher flash complete

SSH & WLAN Konfiguration Raspberry Pi 4

Damit auch auf dem Raspberry Pi 4 die Verbindung ins eigene Netzwerk per WLAN funktioniert und man somit kein Netzwerkkabel benötigt, wird die Speicherkarte nach dem Flashen nun erneut in den PC eingesteckt.

Es kommt nun die boot-Partition zum Vorschein. Hier sind alle Daten des soeben geflashten Images drauf. Genau an dieser Stelle müssen nun noch zwei Dateien angelegt werden. Damit ist es dann möglich den notwendigen Zugriff per SSH zu ermöglich, sowie die WLAN Verbindung herzustellen..

Für den SSH Zugriff wird in der boot-Partition lediglich eine leere Datei angelegt mit dem Namen “ssh”.
Ohne Anführungszeichen!

Hier gibt es diese fertige Datei (entpacken!): SSH Datei (690 Downloads)

raspberry pi 4 ssh datei anlegen

Damit ist der spätere Zugriff über das SSH-Protokoll bereits gesichert.

Fehlt nun noch die WLAN-Konfiguration. Diese kann man bereits vorab erstellen und spart sich so die Verkabelung per Netzwerkkabel. Dazu wird eine Datei namens “wpa_supplicant.conf” in der boot-Partition mit dem folgenden Inhalt angelegt.

country=DE 
ctrl_interface=DIR=/var/run/wpa_supplicant GROUP=netdev
update_config=1
network={
       ssid="WLAN-NAME"
       psk="Passwort"
       key_mgmt=WPA-PSK
}

WLAN-NAME und Passwort muss hier mit den Daten vom eigenen WLAN ersetzt werden.

Auch diese Datei findest du zum direkten Download, vergiss allerdings nicht die WLAN Daten abzuändern!
wpa_supplicant conf (410 Downloads)

Damit ist dein Raspberry direkt startklar, um sich beim Start mit deinem WLAN zu verbinden.

Raspberry Pi 4 starten

Nun wird der Raspberry Pi das erste Mal zum Leben erweckt. Dazu wird dieser, mit eingesteckter Micro-SD Karte, mit dem Netzteil an den Strom gesteckt.

Zuerst wird die IP-Adresse des Raspberry Pi‘s benötigt. Diese wird in 99% aller Fälle automatisch vom Router vergeben. So muss nun im Router nachgesehen werden, welche IP dieser erhalten hat. In diesem Zuge wird die IP direkt dauerhaft dem Raspberry Pi zugewiesen, damit sich diese künftig nicht mehr ändert und so ggf. erneut nach der aktuellen IP-Adresse gesucht werden muss. Auch für spätere Konfigurationen ist eine fest zugewiesen IP-Adresse oftmals Pflicht und nur von Vorteil!

Die geschieht am Beispiel der FritzBox sehr simpel über die Weboberfläche.

raspberry pi ip adresse ermitteln

Damit die IP sich ab sofort nicht mehr ändern kann, genügt ein Klick auf das Stift Symbol rechts neben dem Raspberry Pi. Dort muss dann der Haken “Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IPv4-Adresse zuweisen.” gesetzt werden.

raspberry pi gleich ip adresse zuweisen

Die Grundeinstellungen

Es wird nun unter Windows das Programm Putty benötigt bzw. unter MacOS genügt das Terminal.

Für Mac
Die Mac-Nutzer können statt PuTTY, die Terminal-App benutzen. Der Login erfolgt mit dem Konsolenbefehl: ssh pi@10.0.0.112
Nach der Bestätigung durch “Enter” muss die kommende Abfrage mit “yes” + “Enter” bestätigt werden. Kommt der Fehler “Host key verification failed”, muss der Befehl “ssh-keygen -R 10.0.0.112” eingegeben werden. Nun kann man den Login-Befehl erneut ausführen.
Alle weiteren Schritte sind ab diesem Punkt von Windows auf den Mac übertragbar.

In Putty wird nun die IP Adresse des Raspberry Pi angegeben und mit einem Klick auf “Open” wird die Verbindung hergestellt.

PuTTY Login

Im nachfolgend erscheinenden Terminalfenster muss folgendes eingegeben werden:
Login as: pi
Password: raspberry
(Beim Eingeben des Passwort sind keine Zeichen sichtbar.)

Nach erfolgreichem Login sollte folgendes Fenster zu sehen sein:

Damit die Pakete aus der Image-Datei nun auf den aktuellen Stand gebracht werden, müssen nun noch die nachfolgenden Kommandos abgesetzt werden.

sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade -y

Im Anschluss wird der Raspberry noch entsprechend konfiguriert. Diese geschieht mit dem Befehl

sudo raspi-config

Es erscheint nun eine weitere Oberfläche. Als erstes muss unter Punkt 7 “Advanced Options” die Option A1 ausgewählt werden, damit der Raspberry Pi den vollen Speicherplatz der Speicherkarte nutzen kann.

raspberry pi expand filesystem

Danach wird unter dem Punkt 4 “Localisation Options” und dort unter Punk I1 die “Locale” auf “de_DE.UTF-8 UTF-8” geändert werden. Dazu wird der Punkt ausgewählt, mit der Leertaste bestätigt (ein Sternchen wird sichtbar) und mit der TAB Taste gelangt man dann auf “Ok” um es abzuspeichern.

raspberry pi change locale

Danach wird die Auswahl “de_DE.UTF-8” mit drücken von “Enter” bestätigt.

raspberry pi change locale 2

Ebenfalls sollte die korrekte Timezone gesetzt werden. Dazu unter dem Punkt 4 auf den Unterpunkt I2 und hier die Zeitzone auf “Europe -> Berlin” setzen.

raspberry pi change timezone

Ein weiterer, wenn nicht sogar wichtigster Punkt ist, Passwort ändern!

Dies ist einfach über den Menüpunkt 1 zu erledigen. Das neue Passwort wird danach zweimal hintereinander eingegeben und ist ab dem nächsten Login gültig.

raspberry pi change password

Damit sind nun die kompletten und wichtigsten Grundeinstellungen abgeschlossen und der Raspberry Pi ist nun bereit, damit z.B. FHEM, ioBroker, nodeRed und wie sie alle heißen installiert werden kann.

Es sind nun alle notwendigen Basics geschaffen und du kannst zu einem beliebigen, weiteren Tutorial springen und dort mit der Installation anknüpfen.

Viel Spaß mit deinem Raspberry Pi!

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