Mit ioBroker per Drag&Drop zum Smart Home

Bild: ioBroker.net

In Zeiten von Smart Home und Alexa, Google Home und intelligenten Kühlschränken, haben viele Nutzer das Problem, dass sie zwar intelligente Geräte besitzen, aber diese einfach nicht miteinander kommunizieren können bzw. nur von gleichen Herstellern. Genau dafür gibt es eine kostenfreie Lösung eines OpenSorce-Teams aus Deutschland – und diese Lösung nennt sich „ioBroker“.

Was ist ioBroker?

ioBroker ist eine Integrationsplattform für das Internet der Dinge (IoT, Internet of Things), dient als zentraler Server für Smart Home / Building Automation / Assisted Living und kann über „modularen Konnektoren“, genannt Adapter, mit diversen Systemen und Geräten kommunizieren und so die Verbindung zwischen diesen herstellen. So kann dann z.B. ein Homematic Aktor eine Hue Lampe steuern, was normalerweise nicht möglich ist. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, Abläufe im Haus zu automatisieren, wenn Systeme unterschiedlicher Hersteller miteinander kommunizieren können.

Mit ioBroker per Drag&Drop zum Smart Home
Bild: ioBroker.net

Technische Umsetzung

Die Programmierung von ioBroker erfolgt mittels Node.JS. Jeder Nutzer hat selbst die Möglichkeit, sofern die Programmierkenntnisse vorhanden sind, an der Weiterentwicklung mitzuwirken bzw. auch eigene Module zu entwickeln.

Mittels der sog. Adapter kommuniziert ioBroker mit den Smart Home Systemen. Es werden z.B. Homematic, Sonos, Dreambox, Smart-TV’s oder Hue unterstützt. Die vollständige Liste ist hier zu finden: http://download.iobroker.net/list.html



Betriebssystem und Hardware

Auf jedem Betriebssystem, auf dem Node.js installiert werden kann (ARM, x86, Windows, Linux, OSX), ist ioBroker lauffähig. Ob Raspberry Pi, Synology oder QNAP-NAS oder Windows, es funktioniert fast überall.

Pro Adapterinstanz startet ioBroker einen neuen Node.JS-Prozess. Der benötigte RAM-Verbrauch eines einzelnen Adapters liegt bei durchschnittlich 40 MB. Der Raspberry Pi 3 besitzt 1GB RAM, hiermit sollte man normalerweise auskommen.

Jeder kann ohne große Kenntnisse ein ioBroker-System aufsetzen. Wer nichts mit Linux zu tun haben will, kann einfach die Windows-Version installieren, denn das System läuft einfach überall!
Für die gängigen Systeme (Raspberry, OrangePi usw.) stehen auch fertige Images (inkl. installiertem ioBroker) zum Download bereit.

Zur Download-Seite: (http://www.iobroker.net/docu/?page_id=2563&lang=de)

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Welche Systeme werden bereits unterstützt?

Zur Zeit existieren 172 Adapter für die unterschiedlichsten Zwecke. Die (sehr übersichtliche) Liste ist unter http://download.iobroker.net/list.html zu finden.

Angefangen über das weit verbreitete Homematic und KNX bis hin zu den chinesischen Mitbewerbern von Xiaomi ist alles vorhanden. Aber auch Multimediasysteme wie die Fernseher von Panasonic, Samsung oder LG und Soundsysteme wie Sonos oder Onkyo werden bereits unterstützt. Und wenn kein Adapter vorhanden ist, kann man im Forum ein neuen Thread öffnen und den Wunsch nach einem neuen Adapter äußern. Diese Wünsche werden dann, je nach Auslastung und Anzahl der Nutzer, auch erfüllt.

Alexa / Echo

Die Alexa Sprachsteuerung kennt inzwischen fast jeder und auch ioBroker kann damit natürlich umgehen. Nachdem die gewünschten Adapter installiert wurden kann die Verbindung zwischen den verschiedenen Geräte und Alexa hergestellt werden. Weitere Informationen sind hier zu finden: http://www.iobroker.net/docu/?page_id=5859&lang=de

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Visualisierung des Smart Home

Eines der Stärken von ioBroker ist die Visualisierungsmöglichkeit. Man kann recht einfach per Drag & Drop tolle Visualisierungen für das Haus erstellen. Viele tolle Beispiele sind unter https://iobroker.net:8080 zu finden.



Eine Beispiel-View-Erstellung ist hier im Video zu sehen:

Automatisierung (Programmierung)

Das Entscheidende bei der Automatisierung, ist die Programmiermöglichkeit. Dem Haus wird zu Anfang viel beigebracht, was es denn überhaupt tun soll. Was soll das Smart Home bei geöffneten Fenster tun? Was geschieht, wenn ein Unwetter naht, oder es dunkel wird? All diese Faktoren müssen dem Haus vorab mitgeteilt werden.

Von ioBroker wurde bedacht, dass nunmal nicht jeder Programmierer ist. Daher wurde “Blocky” entwickelt, mit dem eine einfache Drag&Drop Programmierung möglich ist – auch für Anfänger. Natürlich muss man dem ganzen am Anfang ein wenig Einarbeitungszeit geben. Doch hat man den Dreh einmal heraus, ist es malen nach Zahlen.

Die Community hilft im Forum auch immer gerne und hier gibt es noch eine Einleitung dazu:



https://github.com/ioBroker/ioBroker.javascript/blob/master/doc/de/blockly.md

Mein Fazit

ioBroker hinterlässt durch die hohe Skalierbarkeit einen tollen Eindruck. Gerade durch die Unterstützung zahlreicher Hersteller definitv interessant und einen zweiten Blick wert!

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