Howto: Automatische Anwesenheit in Loxone realisieren

Zur automatischen Anwesenheitserkennung in 5 Schritten

Bereits in diesem Blogpost habe ich schon beschrieben, welche enormen Vorteile Loxone in Verbindung mit FHEM bringt. Da ich persönlich aber die Logik, soweit wie eben möglich, in Loxone unterbringen möchte folgt nun die Erklärung wie das mithilfe von der App Geofency zu realisieren ist. Es wird hier vorausgesetzt, dass die Geofency App bereits installiert ist.

Ich persönlich nutze hiermit u.a. die automatische Abschaltung meiner Sonos Boxen bei Abwesenheit. Auch das Licht wird, sofern noch eingeschaltet, spätestens bei Abwesenheit aller Nutzer ebenfalls abgeschaltet.

Was ist Geofency?

Geofency ist eine App, die per WLAN und GPS den (fast) ganz genauen Standort (±5m) bestimmt und einen HTTP-Request beim Verlassen bzw. natürlich auch beim Eintreten in einem Radius um eine Koordinate bestimmt. Zu viel Fachchinesisch? Die App steuert, vereinfacht gesagt, lediglich einen virtuellen Eingang im Miniserver an. So hat man dann die Möglichkeit Schaltungen je nach Ein- oder Austritt zu realisieren. Auch eine Visualisierung ist möglich um die Übersicht zu behalten, wer sich gerade noch zu Hause befindet.

FritzBox vorbereiten

Zuerst muss in der FritzBox ein Port freigegeben werden, um so den Zugang aus dem Internet zum Miniserver zu gewährleisten. Dies erfolgt allerdings auf eigene Gefahr. Durch Portfreigaben sind grundsätzlich Angriffe über das Internet ins Heimnetz möglich.

In der FritzBox (fritz.box) sind unter dem Hauptpunkt “Internet” und dort unter “Freigaben” die “Portfreigaben” (1) zu finden. Unten rechts ist nun der Button “Gerät für Freigaben hinzufügen” (2) zu finden.

Nach dem Klick auf “Gerät für Freigaben hinzufügen” (1), den Loxone Miniserver auswählen und eine “Neue Freigabe” (2) erstellen.

Dort angekommen wird nun ein (beliebiger) Port an den Miniserver weitergeleitet. Wenn der Port 80 an den Miniserver weitergeleitet wird, erhält man ebenso direkt Zugriff über die Ferne, außerhalb des eigenen Netzwerks. Dazu wird aus dem Dropdown Feld “HTTP-Server” gewählt. Den Rest trägt die FritzBox dann automatisch ein. Ein Klick auf “OK” genügt. Im Anschluss erfolgt unten rechts ein weiterer Klick auf “OK”. Erst jetzt wird die Portfreigabe aktiviert.

Hinweis
Durch diese Portfreigabe können Sicherheitslücken entstehen, da dein Server dann von außen (dem Internet) erreichbar gemacht wird. Dessen solltest du dir bewusst sein.
Wenn du deinen Miniserver allerdings sowieso über das Internet steuerst, ist das Risiko damit gleichbleibend.

DynDNS

Es wird zwingend ein DynDNS Server benötigt. Sollte noch keiner in der FritzBox hinterlegt sein, macht das gar nichts. Entweder wird an dieser Stelle nun ein kostenloser Account bei z.B. No-IP erstellt, oder direkt der von Loxone genutzt. Dazu die Loxone App auf dem Handy aufrufen und unter “ (Einstellungen)” die “Miniserver Info” anwählen. Dort wird die “Externe Adresse” genannt. Diese bitte notieren.

Virtuellen Eingang in Loxone anlegen

Es muss nun ein Virtueller Eingang in Loxone angelegt werden. Dieser steht später entweder auf “on” für Anwesenheit, oder aber “off” für die Abwesenheit. Dazu in der Config auf “Virtuelle Eingänge” klicken und oben einen neuen Eingang anlegen.

Im Weiteren wird nun ein Name vergeben (1), als “Digitaleingang verwenden” (2) muss aktiviert werden und es kann ein Wert für An- und Abwesenheit vergeben werden (3). “Symbol Wert 0” bedeutet in diesem Fall “Abwesend”. Die Farben/Symbole können hier nach belieben eingestellt werden. Wichtig ist noch, dass der “Anschluss” (4) notiert wird.

Inbetriebnahme

Wie in Schritt 2 bereits erwähnt, wird nun die “Externe Adresse” benötigt. Diese muss bei Geofency eingefügt werden.

Dazu die App öffnen und eine neue Überwachung hinzufügen (1), via “aktuellem Standort” (2). Es wird nun die aktuelle Position ermittelt. Sollte die Hausnummer bspw. nicht stimmen, macht das gar nichts.

Nun folgt ein Klick auf die drei Punkte (1), danach ein weiterer auf “Webhook” (2).

Hier muss nun die Ein- und Austritts-URL eingestellt werden. Diese muss für den Eintritt lauten: “http://dns.loxonecloud.com/SERIENNUMMER DES MINISERVER/dev/sps/io/EINGANGS ID AUS SCHRITT 3/EIN”. Für den Austritt wird die gleiche URL verwendet, lediglich statt “EIN”, steht am Ende “AUS”.

Ebenfalls im Webhook-Menü muss noch die “Authentifizierung” eingestellt werden (Webhook -> Account). Hier müssen die (Admin) Logindaten des Miniservers verwendet werden. Besser ist es natürlich einen separaten Nutzer mit weniger Berechtigung für Geofency anzulegen. Im Anschluss kann nun manuell kontrolliert werden, ob das Betreten und das Verlassen manuell funktioniert.

Funktioniert dies, ist es quasi schon geschafft.

Funktion in Loxone kontrollieren

Es muss nun nur noch überprüft werden, ob der angelegte Virtuelle Eingang beim Betreten und verlassen auf “on” bzw. “off” schaltet. Dazu wird der Eingang auf ein beliebiges Blatt in der Loxone Config per Drag’n’Drop gezogen und im Miniserver gespeichert. Im Anschluss kann nun die Simulation gestartet werden, um zu prüfen, ob alles funktioniert.

Nun können verschiedenste Szenarien durchgespielt werden, die aufgrund der Anwesenheit schalten sollen. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Anwesenheit wird nun automatisch von der App kontrolliert, ein manuelles betreten oder verlassen ist nicht nötig.

Video

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Meine Meinung:

Geofency ist mir schon länger bekannt, als Loxone. Daher habe ich den Mehrwert schon vor langer Zeit entdeckt. Anfang war ich über die Akkulaufzeit des Handys besorgt, doch da ist Geofency (trotz Ortung) recht sparsam. Wie bereits schon am Anfang erwähnt, ist es nun möglich alles erdenkbare zu schalten. Wenn man selbst die Funktionalität längere Zeit erprobt hat, damit alles ordnungsgemäß funktioniert, könnte damit sogar automatisch die Alarmanlage ein- und ausgeschalten werden. Dies sollte allerdings mit aller Vorsicht in Erwägung gezogen werden, da dies natürlich auch wiederrum ein Sicherheitsrisko darstellt. Bei weiterem Bedarf werde ich gerne einige Programmierbeispiele aus Loxone bereitstellen.

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